Kategorie-Archiv: Gesellschaft und Politik

Seniorenwohngenossenschaft: Gemeinsam statt einsam leben

Neue Wohnkonzepte für Senioren sind sehr gefragt (Foto: RainerSturm / pixelio.de)

Bruno Rziha wohnt allein in einer 4-Zimmer Altbauwohnung in der Dortmunder Innenstadt. „Viel zu groß für mich!“ meint der 80-Jährige. Er will seine Wohnung verkaufen, doch „statt Immobilienhaien das Geld zu geben, investiere ich lieber in meine Zukunft – in ein altersgerechtes Wohnprojekt, das mir später Gemeinschaft bietet.“

Damit liegt er im Trend, denn immer mehr ältere Menschen suchen nach alternativen Lebensmodellen für das Rentenalter. Aufgrund der steigenden Nachfrage wird in den Kommunen zwar immer mehr barrierefreier Wohnraum für Seniorinnen und Senioren gebaut, doch die meisten Angebote bieten keine echte Teilhabe. Daher haben sich einige Dortmunder unter dem Motto „Gemeinschaftlich bauen und eigenständig leben“ zusammengetan, um selbst Bauherr zu werden. Für ihr Vorhaben schlossen sie sich in dem „Verein gemeinsam – nicht einsam“ zusammen. Er dient der Gründung einer Genossenschaft, die später die Baukosten des altersgerechten Wohnhauses trägt. Die Genossenschaftsanteile finanzieren die Vereinsmitglieder durch den Verkauf ihres Wohneigentums. Jedes Vereinsmitglied erwirbt durch entsprechende Genossenschaftsanteile den Anspruch auf eine barrierefreie Wohnung.

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Querfront – Salafisten im Schulterschluss mit Islamhassern, dem Journalisten Martin Lejeune

Martin Lejeune auf Syrien-Tour mit Ansaar International, foto: Screenshot

Der vom Verfassungsschutz Nordrhein-Westfalen als extremistisch- salafistische Organisation beobachtete Verein Ansaar International e.V. mit Stammsitz in Düsseldorf baut seine weltweiten Aktivitäten weiter aus. In Syrien baut Ansaar ein Witwen- und Waisenhaus und ein Krankenhaus und organisiert Hilfs-Konvois aus Deutschland in die syrische Kriegsregion. Neu ist das Streben nach einer Querfront. Ansaar-Chef und Ex-Hip Hop Sänger Joel Kayser versucht den Schulterschluss zwischen Islamisten, Islamfeinden und antisemitischen Verschwörungstheoretikern. Er traf sich mit einem Vertreter der Mahnwache München, mit dem Islamhetzer Curd Schumacher und holte sich den Journalisten und Hamas-Versteher Martin Lejeune als Reisereporter mit ins Boot.

Martin Lejeune begleitete als Reporter einen Hilfskonvoi für Syrien bis an die türkisch-syrische Grenze. Nachdem der Transport in Aleppo eingetroffen ist, postet Lejeune begeistert: „Für mich sind diese Menschen Helden der Menschlichkeit“. Obwohl der Verein mit bekannten Salafistenpredigern eng zusammenarbeitet und gute Kontakte zum Islamisten-Promi Pierre Vogel pflegt, hat sich Lejeune den Hilfsverein nach seinen Worten bewusst ausgesucht. Viele Probleme in der Welt würden durch „informelle Reiche“ verursacht, so Lejeune. Er sagt: „Das ist ein System der internationalen Ausbeutung. Deswegen finde ich gut, dass Organisationen wie Ansaar dagegen arbeiten.“

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Der deutsche Journalist und Israelhasser Martin Lejeune tritt dem Islam bei

Martin Lejeune im Interview Bild: KenFM - Screenshot

Martin Lejeune im Interview Bild: KenFM – Screenshot

Der Journalist Martin Lejeune zeigte in der Vergangenheit keine Berührungsängste mit prominenten Salafisten. Nun trat er in einer öffentlichen Zeremonie in einer Berliner Moschee dem Islam bei. Das Ereignis wurde ausführlich dokumentiert und fand in den einschlägigen islamistischen Foren und in den Sozialen Medien ein großes Echo. Hassprediger wie Pierre Vogel teilten begeistert das Bekenntnis-Video mit den Worten „Deutscher Journalist wird Muslim!“

2014 entsetzte Martin Lejeune mit der Behauptung, die Hinrichtungen von Palästinensern durch Hamas-Islamisten seien „sehr sozial“ abgelaufen. Nachdem er ein Einreiseverbot für den Gaza erhalten hat sucht er  ein neues Betätigungsfeld. Letzte Woche konvertierte er in der Berliner Arresalah Moschee in einer offiziellen Zeremonie  zum Islam.

Zwei Tage später organisierte Lejeune eine Gedenkfeier zum „Gedenken an die Opfer des Krieges und des Faschismus“. Man sieht ihn mit einem Schild „Milliardenschwere Waffengeschenke Deutschlands an Israel“ gemeinsam mit fast 50 Demonstranten vor der britischen Botschaft demonstrieren. Sein ursprünglicher Plan, die Pro Palästina Demo am Denkmal für die ermordeten Juden Europas zu veranstalten, scheiterte. Sie wurde von der Berliner Polizei an diesem Ort nicht genehmigt. Zufällig ist die Auswahl des Denkmals sicher nicht gewesen. Lejeune vergleicht den Palästinenserkonflikt im Gazastreifen mit dem Holocaust: „Im Gazastreifen leben fast 2 Millionen Menschen im größten Konzentrationslager der Welt“.
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Syrer demonstrieren in Köln gegen Sexismus:
 „Wir entschuldigen uns!“

SyrergegenSexismus16_webÜber 200 Menschen haben am Samstag in Köln gegen die massenhaften Übergriffe aufFrauen in der Silvesternacht am Kölner Hauptbahnhof unter dem Motto „We are all Cologne“ demonstriert. Für den Syrer Sakher Al-Mohamad waren die Exzesse der Anlass, die Demonstration zu organisieren. Er musste vor einigen Monaten vor den IS-Kämpfern aus seiner Heimatstadt fliehen. Über Facebook und den Hashtag #SyrergegenSexismus mobilisierte er für die Kundgebung. Fotos: Ulrike Märkel

Trotz des eisigen Windes sind zahlreiche Zuwanderer aus verschiedenen arabischen Ländern zum Platz gegenüber dem Kölner Dom gekommen. Vor allem männliche Flüchtlinge zeigen ihre Solidarität mit den Opfern sexueller Gewalt. Im Kreis stehend halten die Männer selbst gemalte Plakate mit Sprüchen hoch. „I’m against sexism, my religion doesn’t matter.“ Mit der Relgion des Islam möchte hier niemand die Kölner Ereignisse verbinden. „Gewalt gegen Frauen ist keine Privatsache!“ steht auf einem anderen Schild. Sie seien zwar nicht die Täter, wollen sich aber stellvertretend bei den deutschen Frauen entschuldigen, sagt einer der jungen Flüchtlinge. Die Übergriffe seien beschämend – ein Redner fordert harte Strafen für die Täter.

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