Macht Kunst Politik! – Kultur schaffen in Rotstiftzeiten

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Macht, Kunst und Politik prallen beim Impulse Theater Festival im Rathaus von Düsseldorf aufeinander. In dem temporeichen Veranstaltungsformat, mit dem das Festival der freien Szene eine brisante Diskussion eröffnet, werden Kulturpolitiker aller Parteien auf besondere Weise herausgefordert. Statt langer Reden sollen sie ein knappes Jahr vor den NRW Landtagswahlen in 7-Minuten-Statements ihre kulturpolitischen Ziele formulieren. Ihnen gegenüber sitzen diejenigen, die Kultur schaffen und Kunst auf professionellem Niveau betreiben. Dass Kultur ohne die Förderung der öffentlichen Hand kaum möglich ist, ist an diesem Abend keine besonders neue Erkenntnis. Kulturpolitik wird an diesem Samstag Abend nicht neu verhandelt. Am Ende geht es wie immer vor allem um eines – Geld.

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Alternatives Wahlstudio: AfD und Rechtsradikale gemeinsam vor der Kamera

AfD-Spitzenkandidat André Poggenburg im Gespräch mit Rechtsextremist Götz Kubitschek (Screenshot Youtube)

AfD-Spitzenkandidat André Poggenburg im Gespräch mit Rechtsextremisten

Die AfD ist beleidigt und eilte am Wahlsonntag, statt zur „Lügenpresse“, lieber mit sechs Mann in das „Wahlstudio“ des Rechtspopulisten und Verschwörungstheoretiker Jürgen Elsässer. Der Querfrontstratege hetzt seit Monaten in seinem Magazin COMPACT gegen Flüchtlinge mit Panik-Slogans wie „Asyl. Das Chaos – so kommt der Bürgerkrieg“ und „Asylflut – die Invasion der Siedler“. Unter den Studiogästen waren auch prominente Vertreter der AfD, wie der Spitzenkandidat aus Sachsen-Anhalt, André Poggenburg, und der Thüringer AfD-Chef Björn Höcke. Verwunderlich ist das große Interesse der AfD am Wahlsonntag im YouTubeChanel von Compact aufzutreten, nicht. Elsässer trommelte vor den Wahlen unverhohlen für die Rechtspopulisten. Am Wahlsonntag machte sich die Alternative für Deutschland nicht nur mit Elsässer gemein, sondern ihre Spitzenvertreter traten gemeinsam mit Leitfiguren aus dem rechtsextremen Spektrum in dem privaten TV-Kanal auf.

Die AfD fühlte sich vor den Wahlen als Opfer der Medien schlecht behandelt. Ungeachtet ihrer Dauerpräsenz in allen großen Talkformaten von Maybrit Illner bis Anne Will, fühlte sie sich ignoriert und/oder falsch verstanden. Elsässer triumphierte und nahm am Wahlsonntag die Medienopfer auf.

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Hartware MedienKunstVerein zeigt „Whistleblower & Vigilanten. Figuren des digitalen Widerstands“

HMKV: Whistleblower und Vigilanten

Mit der Eröffnung der Ausstellung “Whistleblower & Vigilanten. Figuren des digitalen Widerstands“ gelang dem Hartware MedienKunstVerein (HMKV) eine Punktlandung. Aktueller kann ein Kuratorenthema kaum sein, ist doch die Enthüllung der Panama Papers nur wenige Tage alt und das Thema Whistleblowing wieder mit voller Kraft unweigerlich ins gesellschaftliche Bewusstsein gelangt. Die Ausstellung umspannt ein breites und kontroverses Feld zum Widerstand gegen staatliche Überwachung. Die Enthüllungs-Ikone Edward Snowden, die Anonymous-Bewegung und WikiLeaks findet man ebenso wie den norwegischen Massenmörder Breivik oder den Terroristen Unabomber. Cypherpunk, Kryptoanarchismus, Spätkapitalismuskritik, viraler Hass, virtuelle Spionage, Whistleblowing, Internetaktivismus – der digitale Widerstand ist global, umfassend, konträr und streitbar.

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Querfront – Salafisten im Schulterschluss mit Islamhassern, dem Journalisten Martin Lejeune

Martin Lejeune auf Syrien-Tour mit Ansaar International, foto: Screenshot

Der vom Verfassungsschutz Nordrhein-Westfalen als extremistisch- salafistische Organisation beobachtete Verein Ansaar International e.V. mit Stammsitz in Düsseldorf baut seine weltweiten Aktivitäten weiter aus. In Syrien baut Ansaar ein Witwen- und Waisenhaus und ein Krankenhaus und organisiert Hilfs-Konvois aus Deutschland in die syrische Kriegsregion. Neu ist das Streben nach einer Querfront. Ansaar-Chef und Ex-Hip Hop Sänger Joel Kayser versucht den Schulterschluss zwischen Islamisten, Islamfeinden und antisemitischen Verschwörungstheoretikern. Er traf sich mit einem Vertreter der Mahnwache München, mit dem Islamhetzer Curd Schumacher und holte sich den Journalisten und Hamas-Versteher Martin Lejeune als Reisereporter mit ins Boot.Martin Lejeune begleitete als Reporter einen Hilfskonvoi für Syrien bis an die türkisch-syrische Grenze. N

achdem der Transport in Aleppo eingetroffen ist, postet Lejeune begeistert: „Für mich sind diese Menschen Helden der Menschlichkeit“.  Obwohl der Verein mit bekannten Salafistenpredigern eng zusammenarbeitet und gute Kontakte zum Islamisten-Promi Pierre Vogel pflegt, hat sich Lejeune den Hilfsverein nach seinen Worten bewusst ausgesucht. Viele Probleme in der Welt würden durch „informelle Reiche“ verursacht, so Lejeune.

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62. Internationale Kurzfilmtage Oberhausen

62. Internationale Kurzfilmtage Oberhausen; Foto: Ulrike Märkel

Die traditionsreichen Kurzfilmtage Oberhausen zeigen dieses Jahr ein Programm der Superlative: Mehr als 550 Filme aus 55 Ländern sind zu sehen. Vier Jurys wählten ein facettenreiches Programm aus. Über 1.200 akkreditierte Fachbesucher verbrachten das Wochenende an drei Spielorten in Oberhausen – trotz des strahlenden Sommerwetters waren die Kinosäle voll. Im internationalen und deutschen Wettbewerb waren zahlreiche innovative und experimentelle Formate zu sehen. Auf in die Zukunft oder nach uns die Sintflut? Das Thema Veränderung und Fortschritt wurde in vielen Filmen, wie bei Novi Jusni Zagreb über die städtebaulichen Entwicklungen in Zagreb oder der türkischen Kurzfilm Cosmorama von Eren Aksu, kritisch beleuchtet. Die Grand Dame der Filmfestivals zeigte, dass sie noch lange nicht aufs Altenteil gehört. Auch die 62. Ausgabe der Kurzfilmtage Oberhausen wurde ihrem Ruf gerecht, ein wichtiger Szene-Treffpunkt und Fest der Film-Avantgarde zu sein.

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Die AfD und die Identitäre Bewegung: Das Problem mit der Abgrenzung

Identitäre Bewegung am Brandenburger Tor, Foto: Screenshot

Die AfD weiß mal wieder nicht was sie will. Alexander Gauland forderte die Aufnahme von Rechtsextremen der „Identitäten Bewegung“ in die Partei – ungeachtet der Tatsache, dass die „Bewegung“ in mehreren Bundesländer vom Verfassungsschutz beobachtet wird. Hü oder hott, Rechtsextremisten meiden oder mit ihnen kooperieren? Marcus Pretzell, AfD-Landesvorsitzender in Nordrhein-Westfalen, EU-Parlamentarier und Lebensgefährte von Frauke Petry hat sich für ein windelweiche HüHott entschieden. Abgrenzen will sich die AfD nicht aus politischen, sondern aus rein formalen und strategisch-taktischen Überlegungen. Es gäbe zu einer möglichen Zusammenarbeit zwar eindeutige Beschlüsse des Bundesvorstandes, schreibt Pretzell auf seiner Facebook-Seite, die Debatte zu einer Zusammenarbeit sei aber „trotz allem legitim.“

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Der deutsche Journalist und Israelhasser Martin Lejeune tritt dem Islam bei

Martin Lejeune im Interview Bild: KenFM - Screenshot

Martin Lejeune im Interview Bild: KenFM – Screenshot

Der Journalist Martin Lejeune zeigte in der Vergangenheit keine Berührungsängste mit prominenten Salafisten. Nun trat er in einer öffentlichen Zeremonie in einer Berliner Moschee dem Islam bei. Das Ereignis wurde ausführlich dokumentiert und fand in den einschlägigen islamistischen Foren und in den Sozialen Medien ein großes Echo. Hassprediger wie Pierre Vogel teilten begeistert das Bekenntnis-Video mit den Worten „Deutscher Journalist wird Muslim!“ 2014 entsetzte Martin Lejeune mit der Behauptung, die Hinrichtungen von Palästinensern durch Hamas-Islamisten seien „sehr sozial“ abgelaufen. Nachdem er ein Einreiseverbot für den Gaza erhalten hat sucht er  ein neues Betätigungsfeld. Letzte Woche konvertierte er in der Berliner Arresalah Moschee in einer offiziellen Zeremonie  zum Islam.

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Syrer demonstrieren in Köln gegen Sexismus:
 „Wir entschuldigen uns!“

SyrergegenSexismus16_webÜber 200 Menschen haben am Samstag in Köln gegen die massenhaften Übergriffe aufFrauen in der Silvesternacht am Kölner Hauptbahnhof unter dem Motto „We are all Cologne“ demonstriert. Für den Syrer Sakher Al-Mohamad waren die Exzesse der Anlass, die Demonstration zu organisieren. Er musste vor einigen Monaten vor den IS-Kämpfern aus seiner Heimatstadt fliehen. Über Facebook und den Hashtag #SyrergegenSexismus mobilisierte er für die Kundgebung.
Trotz des eisigen Windes sind zahlreiche Zuwanderer aus verschiedenen arabischen Ländern zum Platz gegenüber dem Kölner Dom gekommen.

Vor allem männliche Flüchtlinge zeigen ihre Solidarität mit den Opfern sexueller Gewalt. Im Kreis stehend halten die Männer selbst gemalte Plakate mit Sprüchen hoch. „I’m against sexism, my religion doesn’t matter.“ Mit der Relgion des Islam möchte hier niemand die Kölner Ereignisse verbinden. „Gewalt gegen Frauen ist keine Privatsache!“ steht auf einem anderen Schild. Sie seien zwar nicht die Täter, wollen sich aber stellvertretend bei den deutschen Frauen entschuldigen, sagt einer der jungen Flüchtlinge. Die Übergriffe seien beschämend – ein Redner fordert harte Strafen für die Täter.

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