Urban Games: Street Art Bingo!

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Bei strahlendem Sonnenschein treffen wir uns zum „Urban Gaming“ im Dortmunder Unionsviertel im Gewerbehof. An mehreren Tischen sitzen Menschen die sich nicht kennen, denen aber die Neugierde aus den Augen blitzt. Männer und Frauen, Alte und Junge, Dortmunder und Hamburger – eine bunt gemischte Gruppe. Der Jüngste ist Oke, 24 Jahre und aus Siegen angreist, der Älteste ein Rentner aus Dortmund, der noch nicht ganz sicher ist, ob er bis zum Ende dabei sein wird – und dann doch bis zum Schluss begeistert mitmacht. Alle verbindet ein Ziel: Möglichst viele Kunstwerke auf der Straße zu finden.

Daniel Parlow  von den Urbanisten e.V. erklärt uns die Grundregeln des Street Art Bingos, das er selbst entwickelt hat. Er kommt aus der Urban Games Szene und ist Fachmann, wenn um darum geht, das städtische Umfeld neu zu entdecken, das uns zwar täglich umgibt, aber oft nicht mehr im Detail wahrgenommen wird. Schnell finden sich die Gruppen zusammen, die Tischnachbarn ergeben jeweils eine Crew. Wir sind im Jagdfieber – das Spiel kann beginnen.

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Mordaufrufe und Hate Speech auf Facebook: Mit Zivilcourage gegen den blanken Hass?

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Nach heftiger Kritik daran, dass Facebooknutzer fast ungehindert Hass und rechtsextremes Gedankengut verbreiten können, schickte das Unternehmen gestern Sheryl Sandberg nach Berlin, um die Wogen zu glätten. Sie verkündete, die Gründung der „Initiative für Zivilcourage Online“ die gemeinsam mit der Amadeu Antonio Stiftung, dem International Centre for the Study of Radicalisation and Political Violence (ICSR) sowie dem Institute for Strategic Dialogue (ISD) gegen die Hetze im Netz eingesetzt werden soll. Die Initiative setzte neben der finanziellen Unterstützung vor allem auf das Prinzip „Counter Speech“. Dahinter steckt das Konzept, dass man mit einer Gegenrede, die rational eine klare Meinung und gute sachliche Argumenten vorträgt, gegen rassistische Hetze antreten kann. Eine schöne Idee, aber ist sie umsetzbar? Angesichts der Menge und der Heftigkeit hetzerischer, antisemitischer, rechtsextremistischer und menschenverachtender Hasskommentare – wohl kaum.

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NRW-Politiker standen im Visier des NSU

Fahndungsplakat des NSU

Der NSU-Untersuchungsausschuss in Nordrhein-Westfalen dümpelt seit seiner Einsetzung vor 8 Monaten vor sich hin. Neben Anhörungen von Sachverständigen ist bisher nicht viel passiert. Dabei müsste das Interesse der Abgeordneten an einer zügigen Aufklärung elementar sein, denn der Nationalsozialistischen Untergrund (NSU) hatte auch zahlreiche Politikerinnen und Abgeordnete im Visier. In den nordrhein-westfälischen Städten Dortmund, Paderborn, Bielefeld und Hamm kundschaftete der NSU die Lage von CDU-Wahlkreisbüros und SPD-Parteibüros intensiv aus. In den Brandtrümmern der Wohnung von Beate Zschäpe, Uwe Mundlos und Uwe Böhnhardt und in ihrem Wohnmobil fand man neben umfangreiches Kartenmaterial auch Adresslisten, die belegen, dass der Kreis möglicher NSU-Opfer groß war. Auch eine jüdische Gemeinde stand auf den Listen.

Die auf einem USB-Stick gespeicherten 90.000 Datensätzen enthielten etwa 10.000 Adressen. Sie dienten laut Bundeskriminalamt dazu, „aus Tätersicht geeignete Tatopfer zu identifizieren“. In 23 verschiedenen Städten wurden mit großem Planungsaufwand mindestens 191 potentielle Ziele zur Tötung von Menschen von den NSU-Tätern und möglichen Helfern ausgewählt. Weiterlesen

Spendenaktion für die AfD: Tue Gutes und rede darüber!

AfD-Beatrix Storch
Die AfD fühlt sich in ihrer Existenz bedroht: „CDU und SPD wollen durch eine Gesetzesänderung die AfD in den Ruin treiben!“ Die Regierungsparteien wollen ein neues Parteiengesetz auf den Weg bringen. Angeblich entgehen der rechtspopulistischen Partei, wenn das Gesetz umgesetzt wird, 2 Millionen Euro.

Daher trommeln die Rechtspopulisten seit vier Tagen auf facebook und YouTube, um die leeren Kassen mit harter Währung zu füllen. Spender konnten bisher als Parteifinanzierung über den AfD Goldshop im Internet Goldbarren zur Unterstützung kaufen – nach Angaben der AfD kam bei den goldigen Geschäften ein Gewinn in sechsstelliger Höhe zusammen. Doch nun wollen Frauke Petry und Jörg Meuthen lieber wahres Bahres in Cent und Euro erhalten.

Unter anderem will DIE PARTEI ihnen einen Strich durch die (Spenden)Rechnung machen und ruft dazu auf, Kleinspenden von 0,01 Euro an die Partei über SOFORT Bezahlen und PayPal zu verschicken.

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Das Unschuldslamm – Beate Zschäpe sagte heute im NSU Prozess aus

Brief von Beate Zschäpe an den Dortmunder Nazi Robin S.

Brief von Beate Zschäpe an den Dortmunder Nazi Robin S.

Nach 48 Monaten Haft und 249 Prozesstagen brach die im NSU-Prozess angeklagte Beate Zschäpe ihr Schweigen. Die neuen Anwälte Mathias Grasel und Hermann Borchert hatten ihr zu einer Aussage geraten und damit die Strategie der Aussageverweigerung beendet. Mit Spannung erwarteten viele Menschen, das Zschäpe heute endlich reinen Tisch macht und zur Aufklärung der zehn Morde und zwei Sprengstoffanschläge der rechtsextremistischen Terrorgruppe Nationalsozialistischer Untergrund NSU beitragen würde. Vor allem die Angehörigen der Mordopfer forderten immer wieder Aufklärung. Doch Zschäpe bestritt ihre Mittäterschaft an den Morden – sie sei weder an den Vorbereitungen noch an der Ausführung beteiligt gewesen. Es ging ihr heute vor allem darum, mildernde Umstände zu erreichen – so die Einschätzung des Rechtsanwalts Carsten Ilius (Berlin), der die Witwe des Dortmunder NSU-Opfers, Mehmet Kubasik, Elif Kubaşık, im Prozess vor dem vor dem Münchener Oberlandesgericht vertritt. Beate Zschäpe vermittelte die Rolle eines Opferlamms statt einer Mittäterin. 

INTERVIEW mit Rechtsanwalt Carsten Ilius

Herr Rechtsanwalt Ilius, der Verteidiger von Beate Zschäpe, Mathias Grasel, hat heute die 53-seitige Aussage der Angeklagten verlesen. Zunächst ging es vor allem Persönliches, wie das Kennenlernen der „beiden Uwes“ und Zschäpes Weg in den Untergrund. War die Erklärung weitgehend eine Zusammenfassung der bereits vorhandenen Kenntnisse?

Ilius: Ja, das muss man sagen. Die Erklärung war nichts anderes als die Aufzählung von in der Anklageschrift aufgezählten, bereits bekannten Tatsachen. Wir haben heute weitgehend nur das erfahren, was wir ohnehin schon aus derBeweisaufnahme wussten.

Zschäpe erklärte heute vor allem auch ihre persönliche Beweggründe. Wurden diese glaubwürdig vorgetragen oder sollte diese Aussage nach ihrem Eindruck vor allem dazu dienen, sich selbst zu entlasten und sich als Opfer darzustellen?

Frau Zschäpe hat heute gezeigt, dass Sie sich vor allem selbst bemitleidet. Sie stellte sich als Opfer dar, sie habe von den Morden und Sprengstoffanschlägen zuvor nichts gewusst. All das ist vollkommen unglaubwürdig – auch aufgrund vieler Einzelumstände, die wir aus der Beweisaufnahme kennen. Die Erklärung ist zudem teilweise in sich widersprüchlich.

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Wahrheitssuche: Ist Xavier Naidoo ein Opfer der Pressehetze?

In ihren Solidaritätsbekundungen zur ESC-Absage des NDR an Xavier Naidoo, wählten die Promis Michael Mittermeier und Till Schweiger den einfachen Weg. Man war sich einig: Die Medien sind an allem Schuld! So schrieb Mittermeier auf Facebook: „Tja, schade dass ein billig initiierter Presse-Shitstorm ausreicht, dass deutschlandweit ein Klima der Hetze entsteht, und der NDR einknickt“ und Schauspieler Til Schweiger legte nach, indem er die kontrovers geführte öffentliche Diskussion als „Terrorismus der so genannten Leitmedien“ abkanzelte. Fast unvermeidbar, dass man sich angesichts dieser Begriffe an „Mainstreammedien“ und „Lügenpresse“ erinnert fühlt. Doch an welche Wahrheiten glaubt Naidoo und welche Medien betreiben Hetze? Es sind vor allem krude Weltverschwörungstheorien.

Nun sprang auch noch Herbert Grönemeyer dem Musiker-Kollegen Naidoo bei: „Wir brauchen keine Gesinnungspolizei oder Meinungsüberwachung, sondern hoffentlich 80 Millionen verschiedene Köpfe und Wahrheiten.“ schrieb er auf seiner Facebook-Seite.

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Blamage für AfD: Zweiter Promi Eva Herman sagt ab

Eva Hermann moderiert "Wissensmanufaktur" YouTube-Screenshot

Nachdem vor einer Woche der Schweizer Dr. Daniele Ganser den 2. Alternativer Wissenskongress in Iserlohn absagte, ist dem AfD Verschwörungstreffen nun auch die zweite prominente Rednerin abhanden gekommen. Eva Herman, ehemalige Tagesschausprecherin, sagte den NRW-Verschwörer-Kongress am 28. Februar 2016 ab. „Frau Herman sind vorher nicht absehbare persönliche Terminverpflich-tungen in die Quere gekommen, sodass sie diesmal nicht zugegen sein kann“, heißt es in der Begründung der Veranstalter. Gut möglich, dass Herman die mediale Aufmerksamkeit zu ihrem Auftritt in Iserlohn unangenehm geworden ist. Ihrem Ruf wird das jedoch nicht helfen, denn seit sie sich mehrfach fremdenfeindlich äußerte und im Medienbeirat der obskuren „Wissensmanufaktur“ sitzt, ist dieser ohnehin ruiniert.

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Wissenskongress: Für alle Verschwörungsfans was dabei

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Der 2. Alternative “ Wissenskongress“ wird von AfD-Funktionären veranstaltet. Geladen ist Daniele Ganser, der sich mit 9/11-Theorien befasst, sagt die Teilnahme an dem rechten Kongress ab. Dafür sind Eva Herman und ein UFO-Experte dabei. Nachdem der erste sogenannte Alternative Wissenskongress in Witten im März zu Protesten geführt hatte, richten die Veranstalter ihren zweiten Kongress am 28. Februar 2016 im Parktheater Iserlohn aus. Auf dem Treffen kommen prominente Vertreter von Verschwörungstheorien zu Wort. Veranstalter ist der „Verein zur Förderung des politischen Dialogs“.

Dahinter stehen drei AfD-Funktionäre: der Bezirkssprecher von Ostwestfalen-Lippe, Udo Hemmelgarn, Ingo Schumacher, Vorsitzender des Stadtverbandes Aachen, und Sebastian Schulze, Sprecher im Märkischen Kreis.

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