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Die GEMA und die Diskotheken: Licht aus – Spot aus.

Illja Richter in Disco, Foto: ARD

Illja Richter in Disco, Foto: ARD

Illja Richters legendärer Spruch Licht aus – Spot an! in der Kultsendung „Disco“ wird möglicherweise bald in zahlreichen Diskotheken nicht mehr gelten. Viele befürchten, dass mit der Einführung des neuen Tarifsystems 2013 das große Clubsterben beginnt. Neu ist die Berechnungsgrundlage der GEMA-Tarife nach Grundfläche und Eintrittsgeld. Gerade bei kleineren Clubs mit ca. 100 qm könnten sich die Gebühren durch die pauschalisierte Berechnung um ein Vielfaches erhöhen. Der Konflikt führte im September zu bundesweiten Demonstrationen u.a. in Berlin, Frankfurt, Stuttgart und Leipzig.

Darüber, dass der Tarif-Dinosaurier aus der Zeit, als noch Peter Kraus Teenieherzen eroberte und Petticoats der letzte Schrei waren, reformiert werden sollte, herrscht Einigkeit. Dennoch stehen sich zur Zeit zwei Fronten ziemlich unversöhnlich gegenüber. Die recht emotional geführte Debatte und die Vorwürfe der Diskothekenbesitzer an die GEMA, ein „Clubvernichter“ zu sein, kann Gaby Schilcher, Fachreferentin bei der GEMA Generaldirektion in München, nicht ganz verstehen. Gerade die intensiven Musiknutzer seien bisher mit lächerlich kleinen Beiträgen von teilweise nur 20 – 30 Euro pro Nacht an den Ausschüttungen an die Urheber beteiligt. Für die Clubs, die sich mit der pauschalisierten Abrechnung überfordert fühlen würden, gibt es bereits eine Lösung: Jeder könne, wenn er individuell abgerechnet werden möchte, die „Kasse öffnen“ und eine Angemessenheitsprüfung machen.

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